Traditionelle Dämmstoffe wiederentdeckt

Mehr und mehr gewinnt gesundes und umweltbewusstes Wohnen bei vielen Bauherren und Mietern an Bedeutung. Kein Wunder, denn laut Statistik verbringen Mitteleuropäer durchschnittlich 90 Prozent ihrer Zeit in geschlossenen Räumen. Das Bedürfnis nach umweltverträglichen und gesundheitlich unbedenklichen Baustoffen steigt daher kontinuierlich. „Alte“ Rohstoffe und Materialien werden wieder entdeckt und neue Materialien und Anwendungen entwickelt. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) fördert diesen im wörtlichen Sinne (nach)wachsenden Markt intensiv.
Besondere Bedeutung haben Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Durch ihre hervorragenden Dämmeigenschaften helfen sie nicht nur Energie einzusparen, sondern sind auch ein Garant für ein gesundes Raumklima.

Umweltbewusstes Wohnen – der richtige Dämmstoff gehört dazu

Naturmaterialien haben bereits vor Jahrhunderten das Material zum Dämmen geliefert – jedem bekannt sind hier vor allem Wände aus Lehm-Stroh-Gemischen.
Der Trend zu mehr Wohnkomfort, steigende Energiepreise und nicht zuletzt die Energiesparverordnung hat geradezu einen Dämmboom ausgelöst. Allein in Deutschland wurden 2001 ca. 29 Mio. m³ Dämmstoffe zur Schall- und Wärmedämmung eingesetzt.
Fossile und mineralische Produkte aus Glas- oder Steinwolle und Polystyrol sind heute die gebräuchlichsten. Ihre Herstellung ist energieaufwändig, sie sind nur bedingt recyclebar und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit sind umstritten.

Welche Alternativen können Naturdämmstoffe bieten? Hier gibt es aufschlussreiche Grundlagen